Eltern Lehrer TippWie erklärt man Kindern einen Rabatt?

Kleinigkeiten, wie Süßigkeiten oder Kinderzeitschriften, kaufen Kinder oft schon ganz allein. Sie verstehen bereits, dass man in Geschäften für Waren zahlen muss, und können bei geringen Beträgen meist auch schon ausrechnen, ob ihr Geld dafür reicht oder nicht und wie viel sie dann noch übrig haben.

Anders sieht es hingegen mit Rabatten aus, denn die Prozentrechnung wird erst in den weiterführenden Schulen gelehrt.

Wir wollen Ihnen, liebe Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, an dieser Stelle Tipps geben, wie Sie Kindern das Konzept des Rabatts erklären können.

Das Wort „Rabatt“ leitet sich vom italienischen Wort „rabattere“ („abziehen“) ab.

Rabatt bedeutet also, dass etwas abgezogen wird, und zwar ein bestimmter Betrag von einem Preis. Gibt es einen Rabatt, bezahlt man dementsprechend weniger als üblich und kann Geld sparen.

Sparefrohs Tipp:

  • Wenn ein Kind bereits mit anderen Sprachen, zum Beispiel in der Schule oder durch zweisprachige Erziehung, in Berührung gekommen ist, macht es Sinn, die Bedeutung von Rabatt mithilfe des italienischen Ursprungsworts zu erklären. Andernfalls könnte die Ableitung des Rabatts von „rabattere“ das Kind aber verwirren und sollte besser nicht erwähnt werden.

Bei einem Mengenrabatt bezahlt man ab einer bestimmten Kaufmenge weniger. So bezahlt man zum Beispiel weniger pro Schokoriegel, wenn man mehr als fünf Stück kauft. Derartige Angebote sind vor allem für HändlerInnen interessant, die grundsätzlich große Mengen bestimmter Produkte kaufen.

Der Treuerabatt wird KundInnen nach einer bestimmten Zeit der Geschäftsbeziehung gewährt. Bei StammkundInnen wird dann beim Einkauf ein bestimmter Prozentsatz, zum Beispiel 10 %, abgezogen.

Besteht die Preisminderung aus einem Naturalrabatt, bezahlt man zwar nicht weniger, spart aber trotzdem, denn man bekommt Waren geschenkt. So bekommt man zum Beispiel beim Kauf von fünf Flaschen Wasser eine sechste umsonst dazu.

Der Skonto ist ein Preisnachlass, der dann gewährt wird, wenn man innerhalb einer bestimmten Frist für den Einkauf zahlt. Bei teuren Waren, wie Möbeln, wird dieser zudem oft angeboten, wenn man bar bezahlt.

Sparefrohs Tipp:

  • Es reicht zunächst, den Kindern die vier bekanntesten Rabatt-Arten zu erklären, da sie mit den anderen ohnehin höchstwahrscheinlich so bald nicht in Berührung kommen und man die Kleinen nicht überfordern sollte.

Wenn Sie dem Kind nun erklärt haben, was ein Rabatt ist, wird die nächste Frage sicherlich sein, warum HändlerInnen denn überhaupt Rabatt gewähren – immerhin verdienen sie dadurch ja weniger. Doch auch VerkäuferInnen profitieren von Preisnachlässen.

Ein möglicher Grund ist, dass im Lager Platz für Neues geschaffen werden muss. Deshalb gibt es beispielweise auch Sommer- und Winterschlussverkäufe. Die KundInnen werden durch die günstigeren Preise eher dazu animiert, etwas zu kaufen, und das Lager des Geschäfts leert sich schneller.

Oft versuchen Geschäfte auch, mit Rabatten Käufer anzulocken – schließlich kauft man meist da, wo es am günstigsten ist. Das wissen auch schon die Kleinen, die mit ihrem Taschengeld auch gern möglichst viel für wenig Geld kaufen möchten.

Mit Treuerabatten können HändlerInnen die gewonnene Kundschaft an ihr Unternehmen binden und damit rechnen, dass diese auch in Zukunft im vertrauten Geschäft einkauft.

Ein häufiger Grund für einen Rabatt bei Lebensmitteln: Die Ware ist nicht mehr lange haltbar. Bevor die Lebensmittel in den Müllcontainer wandern, ist es für das Geschäft natürlich profitabler, sie vergünstigt anzubieten. Und die KundInnen freuen sich, weil sie sparen können.

Sparefrohs Tipps:

  • Versuchen Sie, dem Kind spielerisch die Gründe für einen Rabatt zu vermitteln. Vielleicht hat es zum Beispiel schon mal versucht, etwas Selbstgemachtes, wie Armbänder oder Bilder, für wenig Geld zu verkaufen, und kann sich so in die Rolle einer HändlerIn versetzen. Fragen Sie das Kind beispielsweise, ob Sie, wenn sie ihm vier selbst gemalte Bilder abkaufen würden, ein fünftes umsonst bekommen könnten.

Wenn Sie mit Ihren Kindern einkaufen gehen, machen Sie Ihre Kinder auf Rabatte aufmerksam und rechnen Sie mit Ihnen aus, wie viel Geld sie sparen würden. Sie können die Kinder auch bitten, selbst Ausschau nach Preisnachlässen zu halten.