Eltern Lehrer TippWie funktioniert eine Bankomatkarte?

Sie ist längst ein Schlüsselinstrument des modernen alltäglichen Geldverkehrs geworden: Ohne Bankomatkarte geht wenig. Mit ihr heben wir neues Bargeld vom Bankomaten ab oder zahlen größere Beträge direkt und ohne Bargeld. Auch wenn unsere Kinder wohl erst mit 13, 14 Jahren ihre erste eigene Bankomatkarte bekommen werden, haben sie uns sicher schon beim Umgang damit beobachtet und sind neugierig, wie dieses wichtige Stück Plastik funktioniert.

Wir geben Ihnen, liebe Eltern und Lehrer, praktische Tipps, wie Sie Ihre Kinder spielerisch mit allem Wissenswerten rund um die Bankomatkarte vertraut machen können.

Aufgebaut ist sie ganz simpel: eine schlichte Plastikkarte mit einigen geprägten Daten über den Inhaber und einem eingebauten Chip. Der Begriff „Bankomatkarte“ ist außerhalb von Österreich übrigens kaum bekannt – dort bezeichnet man sie als Debit-Karte, EC-Karte oder (in Nordamerika) als ATM-Karte. Von der Funktionalität her unterscheiden sich diese Karten aber nur in technischen Details. Grundsätzlich ist das Prinzip, dass die Karte einen kurzfristigen Zugriff auf ein Girokonto gewährt, entweder zum Abheben von Bargeld oder zur direkten Zahlung größerer Beträge, wobei das Konto unmittelbar oder nach wenigen Tagen belastet wird. Hier liegt auch der Unterschied zur Kreditkarte, bei der die ausstehenden Beträge nicht zwangsläufig sofort über das Girokonto ausgeglichen werden.

Sparefrohs Tipp: 

  • Die lieben Kleinen sind bestimmt neugierig darauf, mal selbst eine Bankomatkarte in Händen zu halten. Zeigen Sie Ihnen doch mal Ihre eigene Karte und erklären Sie dabei die einzelnen Bestandteile wie Datenprägung und Chip. Machen Sie gleichzeitig deutlich, dass die Karte Bestandteil des alltäglichen Geldverkehrs ist und man mit ihr deswegen – wie immer, wenn es um Geld geht – besonders sorgsam und vorsichtig umgehen muss.

Eine Bankomatkarte ermöglicht es, 24 Stunden am Tag Geld vom Bankomaten abzuheben. Um das zu tun, benötigt man neben der Bankomatkarte zusätzlich noch seine vierstellige Geheimzahl, den PIN-Code. Die PIN fungiert als Schlüssel für alle Zugriffe auf das Girokonto und ist deswegen besonders wichtig.

Auch beim bargeldlosen Bezahlen kommt man nicht ohne PIN aus. Der Code sollte deswegen möglichst auswendig gelernt werden – schließlich darf man ihn nicht vergessen, sollte es aber auch vermeiden, ihn aufzuschreiben. Ein niedergeschriebener PIN-Code erhöht die Gefahr, dass er Dritten zugänglich wird, was ein großes Sicherheitsrisiko darstellt, wenn die Karte gestohlen wird.

Sparefrohs Tipp: 

  • Der PIN-Code ist ein wesentlicher, unsichtbarer Bestandteil der Bankomatkarte. Für Kinder, die einen verantwortungsvollen Umgang mit allen Themen rund um das Geld lernen sollen, ist es deswegen besonders wichtig, die Bedeutung dieser vierstelligen Geheimzahl zu verstehen. Füllen Sie doch eine „Schatztruhe“ mit Süßigkeiten, über die Ihr Kind mithilfe einer vierstelligen Geheimzahl verfügen kann. Dafür bieten sich die beliebten Zahlen-Vorhängeschlösser an. Das Kind muss seinen Code dann auswendig lernen und unbedingt für sich behalten – wenn ein anderes Kind den Code herausfindet, könnte es damit die „Schatztruhe“ plündern.

Seit April 2013 verfügen viele Bankomatkarten über eine weitere nützliche Funktion: das kontaktlose Zahlen. Einmal freigeschaltet können so kleine Rechnungen bis 25 Euro schnell und unkompliziert durch kurzes Anhalten an ein Lesegerät bezahlt werden. Bei größeren Beträgen muss zusätzlich ein Code eingegeben werden.

Die „Kontaktlos zahlen“-Funktion ist bei allen Bankomatkarten verfügbar, die auf ihrer Vorderseite das entsprechende Zeichen abgebildet haben. Man kann sie überall dort benutzen, wo das Quick-Kontaktlos-Zeichen angebracht ist.

Sparefrohs Tipp: 

  • In Supermärkten sieht man oft zahlreiche Symbole und Schilder – nicht alle geben ohne Vorwissen ihren Sinn preis. Zeigen Sie den Kindern die Quick-Kontaktlos-Zeichen und überlegen Sie gemeinsam, in welchen Geschäften die neue Kontaktlos-Funktion bereits zur Verfügung steht.

Kommt die eigene Bankomatkarte mal abhanden oder wird gar entwendet, heißt es, rasch zu reagieren. Man muss schnell seine Bank oder Sparkasse informieren, damit die Karte gesperrt und unbefugter Zugriff auf das Girokonto verhindert wird. Im Falle eines Diebstahls ist es zusätzlich ratsam, bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

Sparefrohs Tipp: 

  • Bitten Sie die Kinder um Unterstützung. Erarbeiten Sie einen Notfall-Plan für den Fall, dass die eigene Bankomatkarte mal verloren geht oder entwendet wird, und studieren Sie ihn gemeinsam mit den lieben Kleinen ein. Die Kinder haben nun die wichtige Verantwortung, im Notfall genau Bescheid wissen zu müssen, wie zu reagieren ist. Das schärft ihr Bewusstsein für den sorgfältigen Umgang mit der Bankomatkarte und macht sie auch ein wenig stolz.