Eltern TippWas ist eigentlich eine Kreditkarte?

Wir haben in einem Tipp-Beitrag bereits viele wissenswerte Fakten und Tipps rund um die Bankomatkarte veröffentlicht. Nun kann man sich gut vorstellen, dass ein Kind verwirrt ist, warum man bei einem so vielseitigen Instrument des Geldverkehrs überhaupt noch eine weitere Geldkarte benötigt. Ist die Neugier einmal geweckt, stellen sich die lieben Kleinen meist viele Fragen: Was hat es mit der nächsten kleinen Plastikkarte im Geldbeutel, der Kreditkarte, auf sich? Wofür und wie benutzt man sie? Worauf muss man achten?

Wir geben Ihnen, liebe Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, praktische Tipps, wie Sie Ihre Kinder spielerisch mit allem Wissenswertem rund um die Kreditkarte vertraut machen können.

Wofür braucht man eine Kreditkarte?

Mit einer Kreditkarte kann man Waren oder Dienstleistungen sofort kaufen, muss in aller Regel aber erst später, meist in einer monatlichen Abrechnung mit dem ausgebenden Kreditinstitut, bezahlen. So erklärt sich auch der Name, schließlich wird dem Karteninhaber vom Betreiber so ein kurzfristiger Kredit gewährt. Anders als bei sonst üblichen Krediten müssen hier aber meist keine zusätzlichen Zinsen bezahlt werden. Stattdessen fällt in der Regel eine pauschale Monats- oder Jahresgebühr für die Nutzung der Karte an.

In Amerika ist die Kreditkarte als Zahlungsmittel noch weiter verbreitet als bei uns. Dort werden häufig sogar kleinste Beträge mit dem „Plastikgeld“ beglichen. Hierzulande nutzt man sie eher für größere Beträge und zunehmend auch für Bestellvorgänge im Internet oder per Telefon. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Kreditkarte ist die internationale Verbreitung und Akzeptanz des Systems – in vielen Fällen stellt sie gerade bei Auslandreisen das günstigste und unkomplizierteste Zahlungsmittel dar.

Sparefrohs Tipp:

  • Die erste Frage der lieben Kleinen wird natürlich sein, wie man eine Kreditkarte erkennt. Hierfür eignet sich natürlich der Anschauungsunterricht am besten. Zeigen Sie den Kindern eine Kreditkarte mit dem charakteristischen Logo des jeweiligen Kreditkartensystems und den üblicherweise eingeprägten Daten (Karteninhaber, Kartennummer, Ablaufdatum und die Kartenprüfnummer auf der Rückseite der Karte).

Was ist der Unterschied zur Bankomatkarte?

Wie Sie aus unserem Beitrag zur Bankomatkarte wissen, ist diese ein wahres Multitalent. Sie fungiert als unerlässlicher Bestandteil des eigenen Girokontos und bietet neben dem bargeldlosen Zahlen noch viele weitere Funktionen, wie zum Beispiel die Anforderung von Kontoauszügen. Der Sinn und Zweck einer Kreditkarte ist da einfacher: Mit ihr soll in erster Linie bezahlt werden. Gleichzeitig wird bei ihr in aller Regel das Girokonto nicht bereits zum Zeitpunkt des Kaufs belastet, sondern eben ein kurzfristiger Kredit gewährt.

Sparefrohs Tipp:

  • Zeit für ein kleines Quiz: Kreditkarte oder Bankomatkarte? Bereiten Sie verschiedene Szenarien vor, zum Beispiel das Bezahlen einer Restaurant-Rechnung im Urlaub oder das Abrufen des aktuellen Girokonto-Standes – die Kinder können dann Vermutungen darüber anstellen, ob Sie dafür eine Bankomatkarte brauchen oder auch die Kreditkarte verwenden könnten.

Wie bezahlt man mit einer Kreditkarte?

Fast alle Kreditkarten in Europa basieren auf den Abwicklungssystemen von vier unterschiedlichen Gesellschaften: Visa, MasterCard, Diners oder American Express. Mit welchem System die eigene Kreditkarte arbeitet, erkennt man an dem Symbol auf der Karte selbst. Dieses Symbol ist auch in den Geschäften zu sehen, die so eine Karte als Zahlungsmittel akzeptieren – meist schon an der Eingangstür, häufig auch bei der Kassa.

Wenn man so ein Symbol vorfindet, kann man die Karte zur Bezahlung vorzeigen. Je nach System muss man den Kauf nach einer elektronischen Autorisierungsanfrage durch den Händler per PIN-Eingabe oder Unterschrift bestätigen. Bei Bestellungen im Internet oder per Telefon muss man die auf der Karte eingeprägten Daten, also Karteninhaber, Kartennummer, Ablaufdatum und die Kartenprüfnummer auf der Rückseite der Karte, übermitteln.

Sparefrohs Tipp:

  • Unternehmen Sie mit den lieben Kleinen doch mal einen Ausflug in die Stadt und suchen Sie gezielt nach Geschäften, in denen ein oder mehrere Kreditkartensysteme akzeptiert werden. Schon bald werden die Kinder gezielt nach den Aufklebern mit den Symbolen suchen und so ein Bewusstsein für die Verbreitung des Zahlungssystems entwickeln.

Nichts geht über Sicherheit

Selbstverständlich gibt es auch bei der Kreditkarte viele Sicherheitsaspekte zu beachten – schließlich muss man unter Umständen nicht einmal die PIN-Nummer der Karte kennen, um mit ihr zu bezahlen. Geht die Karte einmal verloren oder wird sie gar entwendet, muss man sie umgehend sperren lassen. Jeder Kartenanbieter hat zu diesem Zweck 24 Stunden am Tag besetzte Service-Hotlines eingerichtet, deren Nummer man auf den Abrechnungsunterlagen oder Webseiten der Anbieter leicht finden kann. Es ist ganz entscheidend, wie schnell man die Sperrung veranlasst – nach der Anzeige des Verlusts haftet man nicht weiter für den Kartenmissbrauch Dritter, außer man hat bei Aufbewahrung von Karte oder PIN grob fahrlässig gehandelt (indem man zum Beispiel eine Notiz mit der PIN-Nummer zusammen mit der Karte aufbewahrt hat).

Außerdem ist es wichtig, sich bei jedem Kauf im Klaren darüber zu sein, dass man eine Kreditverpflichtung eingeht. Wie bei jedem Kredit gilt: Man darf nicht mehr Schulden auf sich nehmen, als man zu den vereinbarten Rückzahlungsterminen auch wieder begleichen kann.

Sparefrohs Tipp:

  • Proben Sie den Ernstfall: Ihre Karte ist verschwunden und jetzt müssen Sie schnell herausfinden, wie Sie die Karte sperren können. Unternehmen Sie eine kleine Internet-Recherche mit den Kindern, um herauszufinden, unter welcher Telefonnummer man den richtigen Sperr-Service für Ihre Kreditkarte erreichen kann.

Wie war das noch mal mit der Bankomatkarte?

Das waren viele interessante Informationen zur Kreditkarte. Haben Sie unseren letzten Beitrag zur Bankomatkarte auch verfolgt? Es ist sicherlich sinnvoll, den Kindern beide Kartensysteme parallel zu erklären, damit sie sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede verstehen.